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HIP 22460 erhält dringend notwendige Güter

07 JUL 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Im Zuge der Anti-Xeno-Operation im System HIP 22460 wurden große Mengen medizinischer und militärischer Güter geliefert.

Kommodore Morag Halloran dankte überschwänglich allen Kommandanten, die sich an der Initiative beteiligt hatten. Sie wies darauf hin, dass sämtliche Belohnungen ab sofort an Bord der Heart of Taurus entgegengenommen werden können. Dazu gehören auch die Spezial-Lackierungen für die Kommandanten, die besonders umfangreiche Lieferungen verzeichnen konnten.

Azimuth Biotech bat alle Piloten, die Operation auch weiter zu unterstützen und Guardian-Artefakte zu beschaffen, die man für den Bau der Proteus-Welle benötigt. Diese können an das Megaschiff Bright Sentinel geliefert werden.

Die Chargen Fortschrittlicher Medikamente, Allgemeine Medikamente und Reaktivrüstungen werden von Azimuth Biotech im System an die Spezialeinheiten der Supermächte verteilt.

Experimentelle Anti-Xeno-Waffentechnologie wurde bereits an Bord von drei Flaggschiffen implementiert, der Oath of Tyndareus der Allianz, dem Kampfkreuzer der Farragut-Klasse FNS Fortitude und dem Majestic-Class Interdictor INV Audacious Dream. Sowohl die Flotten der Föderation als auch die des Imperiums werden ihre Präsenz in HIP 22460 zu gegebener Zeit verstärken.

Salvations Kriegslist

07 JUL 3308

Während die Supermächte ihre Flotten im System HIP 22460 zusammenziehen, bereitet sich Azimuth Biotech darauf vor, den Thargoiden einen entscheidenden Schlag zu versetzen.

Ein Ausschnitt aus dem Briefing von Salvation an die Admiräle der Anti-Xeno-Taskforce wurde von Azimuth weiterverbreitet:

„Die Proteus-Welle ist auf Energiequellen und Komponenten mit Guardian-Ursprung angewiesen. Das wird die Thargoiden unweigerlich nach HIP 22460 locken. Wie wir wissen, reagieren sie instinktiv feindselig auf größere Mengen von Guardian-Artefakten. Sie sehen keine andere Möglichkeit, sich gegen die Waffen ihrer alten Feinde zu wehren, als Präventivschläge zu führen, um deren Einsatz zu verhindern.“

„Aus diesem Grund hat der Schutz der Bright Sentinel unbedingten Vorrang, während die angelieferten Artefakte für den Transport zur Proteus-Welle aufbereitet werden. Dabei sollten uns unabhängige Piloten, die unser Vorhaben unterstützen, helfen. Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, den Feind in dieser Projektphase auf Distanz zu halten.“

„Die Proteus-Welle wird auf der Oberfläche von HIP 22460 10b gebaut. Ihr Kernmechanismus wird so kalibriert, dass er sich mit einer der vorhandenen Thargoiden-Strukturen auf dem Mond vereint. Die Struktur wird den elektromagnetischen Impuls der Proteus-Welle verstärken, um jedes Thargoidenschiff in Reichweite dauerhaft zu deaktivieren.“

„Vorausgesetzt, Ihre vereinten Kräfte können die Thargoidenschiffe in Schach halten, wird die fertige Superwaffe den endgültigen Sieg der Menschheit über die Außerirdischen sicherstellen. Wenn die Bedrohung durch die Thargoiden ein für alle Mal ausgelöscht ist, werden keine weiteren Superwaffen mehr nötig sein.“

Föderation nimmt Drogenkartell ins Visier

06 JUL 3308

Der Föderale Nachrichtendienst hat in mehreren Systemen Razzien bei Mitgliedern des kriminellen Netzwerkes durchgeführt, das sich selbst Red Family nennt.

In über einem Dutzend föderaler Systeme klopft es derzeit vehement an der Tür der Verbrecher. Es werden Schiffe, privater Besitz und Fertigungsanlagen beschlagnahmt, die in Verbindung mit den illegalen Machenschaften der Red Family stehen.

Bethany Blake, Stellvertretende Direktorin des FND, sagte der Federal Times in einem Interview:

„Jahrzehntelang hat die Red Family unsere Bürger mit unfassbaren Mengen gefährlicher Drogen überflutet, und dabei eine Spur des Elends und des Todes hinterlassen. Der FND konnte dem Syndikat im Jahr 3305 zwar einen schweren Schlag versetzen, doch der Anführer Oberon Church entzog sich seiner Verhaftung und gilt bis heute als einer der meistgesuchten Kriminellen der Föderation.“

„Die aktuelle Operation war nur dank der Unterstützung durch das Amt für Präventive Überwachung möglich. Unsere Algorithmen haben Schlüsselbotschaften abgefangen, die Mitglieder und Unterstützer der Red Family in den Reihen der lokalen Sicherheitstruppen und legaler Wirtschaftsunternehmen enttarnten.“

„Unsere Außenagenten führen trotz des massiven bewaffneten Widerstandes vor Ort nun Massenverhaftungen durch. Dieses Mal werden wir Church finden und ihn festnehmen, und seiner Organisation damit den Todesstoß versetzen.“

Das Amt für Präventive Überwachung beobachtet die komplette Kommunikation innerhalb der Föderation, um illegale Aktivitäten aufzudecken und Terrorakte zu verhindern. Das Amt wurde im Jahr 3307 gegründet, als man sich nach den verheerenden Angriffen der NMLA gezwungen sah, neue Überwachungsgesetze einzuführen.

Guardian-Artefakte für Bau der Superwaffe benötigt

05 JUL 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Azimuth Biotech benötigt für die Konstruktion der Proteus-Welle noch dringend Guardian-Artefakte, die ins System HIP 22460 geliefert werden sollen.

Salvation appellierte offiziell an die Einheiten von Allianz, Föderation und Imperium, der Aufruf wurde daraufhin über öffentliche Kanäle weiterverbreitet:

„Wir haben nun mit dem Bau der Proteus-Welle begonnen. Unser Vorrat an Guardian-Materialien reichte aus, um mit der Konstruktion zu beginnen, wir müssen nun aber eine Versorgungslinie einrichten, damit die nötigen Materialmengen zur Fertigstellung der Waffe geliefert werden können.“

Azimuth Biotech hat eine Initiative ins Leben gerufen, um unabhängige Piloten zu ermutigen, das Megaschiff Bright Sentinel mit Guardian-Objekten zu beliefern. Azimuth bietet auch zusätzliche Schiffslackierungen für Beitragende an.“

Piloten werden gebeten in beliebiger Kombination Guardian-Schatullen, -Kugeln, -Relikte, -Tafeln, -Totems und -Urnen an das Megaschiff Bright Sentinel im System HIP 22460 zu liefern.

Sekte des Fernen Gottes verurteilt Salvation

04 JUL 3308

Azimuth Biotechs Operation im System HIP 22460 wurde von der kleinen Glaubensgemeinschaft, die die Thargoiden verehrt, scharf verurteilt.

Uns erreichte über die Medienanstalt Vox Galactica eine Videobotschaft von der Testament, dem Missionsschiff der Sekte, in dem eine junge Frau mit Kapuze warnte:

„Der Plan, die Boten des Fernen Gottes in eine Falle zu locken und dann zu vernichten, muss sofort fallen gelassen werden. Als neu ernannter Erster Apostel der Wahren Gemeinden flehe ich die Verantwortlichen an, sich Salvations Kreuzzug des Bösen nicht anzuschließen. Diese heiligen Kreaturen zu töten wäre ein Akt der Häresie.“

Dr. Alfred Ulyanov, führender Experte für diese geheimnisvolle Sekte, kommentierte:

„Es ist extrem ungewöhnlich für die Anhänger des Fernen Gottes, sich öffentlich zu aktuellen Vorgängen zu äußern oder diese überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Der eigene Tod wird mit großem Gleichmut hingenommen, da man glaubt, dass ohnehin alles Leben ausgelöscht wird, wenn der Ferne Gott aus dem Hyperraum erscheint. Doch Salvations Plan zur Eliminierung der Thargoiden scheint einen Nerv getroffen zu haben, man nimmt dies als blasphemischen Angriff auf die Gottheit wahr.“

„Über die Identität der Sprecherin ist nichts bekannt, überrascht hat mich aber ihr imperialer Akzent. Die Sekte ist im Imperium schließlich verboten. Auch dass man in der sonst führerlosen Organisation einen ‚Ersten Apostel‘ ernannt hat, und die junge Frau nun für alle sprechen darf, überrascht. Dass sie von den Wahren Gemeinden spricht, deutet zudem darauf hin, dass sich ein Ableger gebildet haben könnte, der sich von den Prinzipien der orthodoxen Gemeinschaften abwendet.“

Sekte des Fernen Gottes verurteilt Salvation

04 JUL 3308

Azimuth Biotechs Operation im System HIP 22460 wurde von der kleinen Glaubensgemeinschaft, die die Thargoiden verehrt, scharf verurteilt.

Uns erreichte über die Medienanstalt Vox Galactica eine Videobotschaft von der Testament, dem Missionsschiff der Sekte, in dem eine junge Frau mit Kapuze warnte:

„Der Plan, die Boten des Fernen Gottes in eine Falle zu locken und dann zu vernichten, muss sofort fallen gelassen werden. Als neu ernannter Erster Apostel der Wahren Gemeinden flehe ich die Verantwortlichen an, sich Salvations Kreuzzug des Bösen nicht anzuschließen. Diese heiligen Kreaturen zu töten wäre ein Akt der Häresie.“

Dr. Alfred Ulyanov, führender Experte für diese geheimnisvolle Sekte, kommentierte:

„Es ist extrem ungewöhnlich für die Anhänger des Fernen Gottes, sich öffentlich zu aktuellen Vorgängen zu äußern oder diese überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Der eigene Tod wird mit großem Gleichmut hingenommen, da man glaubt, dass ohnehin alles Leben ausgelöscht wird, wenn der Ferne Gott aus dem Hyperraum erscheint. Doch Salvations Plan zur Eliminierung der Thargoiden scheint einen Nerv getroffen zu haben, man nimmt dies als blasphemischen Angriff auf die Gottheit wahr.“

„Über die Identität der Sprecherin ist nichts bekannt, überrascht hat mich aber ihr imperialer Akzent. Die Sekte ist im Imperium schließlich verboten. Auch dass man in der sonst führerlosen Organisation einen ‚Ersten Apostel‘ ernannt hat, und die junge Frau nun für alle sprechen darf, überrascht. Dass sie von den Wahren Gemeinden spricht, deutet zudem darauf hin, dass sich ein Ableger gebildet haben könnte, der sich von den Prinzipien der orthodoxen Gemeinschaften abwendet.“

Politische Führer reagieren auf Initiative von Azimuth

01 JUL 3308

Mehrere prominente Politiker haben mittlerweile öffentlich Stellung bezüglich der Anti-Xeno-Operation der Supermächte im System HIP 22460 in Zusammenarbeit mit Azimuth Biotech bezogen.

Imperator Arissa Lavigny-Duval: „Ich stimme Senator Patreus zu, dass eine Unterstützung von Azimuths Plänen unsere derzeit vernünftigste Handlungsoption darstellt. Dennoch müssen wir weiter nach alternativen Möglichkeiten im Umgang mit dieser Bedrohung suchen.“

Prinzessin Aisling Duval: „Salvation ist ganz ohne Zweifel ein Meister der Selbstdarstellung und der Manipulation der Massen. Ich hoffe nur, das Imperium wird es nicht eines Tages bereuen, sich mit dieser widerwärtigen Person eingelassen zu haben.“

Premierminister Edmund Mahon: „Unsere militärische Präsenz im System HIP 22460, gepaart mit dem Strategischen Verteidigungspakt mit der Sirius Corporation, beweist einmal mehr, dass die langfristige Sicherheit der Systeme der Allianz höchste Priorität für uns genießt.“

Ratsmitglied Nakato Kaine: „Zwei Unternehmen von höchst fragwürdigem Ruf, und die Allianz kooperiert nun mit beiden. Dies ist ein wirklich beschämendes Kapitel in unserer Geschichte.“

Präsident Zachary Hudson: „Ich vertraue voll darauf, dass die föderale Flotte Salvation beschützen wird, während er die Proteus-Welle vorbereitet. Dies ist ein überfälliger Akt der Vergeltung, der sich gegen einen hartnäckigen und erbarmungslosen Gegner richtet.“

Schattenpräsidentin Felicia Winters: „Azimuths Superwaffe hat sich als äußerst effektiv erwiesen, das gebe ich zu. Dennoch macht es mich nicht froh, dass wir dieser sinistren Organisation den Vorzug vor einer verlässlichen und bewährten Anti-Xeno-Spezialeinheit gegeben haben.“

CEO Li Yong-Rui: „Die Sirius Corporation beobachtet die Aktivitäten im System HIP 22460 mit großem Interesse. Ich würde nur zu gern mit Azimuth Biotech an neuen Produkten forschen, die auf der Proteus-Wellen-Technologie basieren.“

Simguru Pranav Antal: „Die über eine Million Jahre alten ausgefeilten elektromagnetischen Technologien der Guardians stellen selbst die klügsten Köpfe von Utopia vor Rätsel. Für Sicherheit und Effektivität von Salvations Waffe kann also niemand garantieren.“

„Operation Wych Hunt“ stellt sich Azimuth Biotech entgegen

30 JUN 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Offenbar wurde ein Zusammenschluss unabhängiger Kommandanten gebildet, um Salvations Anti-Xeno-Organisation zu destabilisieren.

Allianz, Imperium und Föderation unterstützen Azimuth Biotech – vormals Taurus Mining Ventures – im gemeinsamen Kampf gegen die Thargoiden. Viele Mitglieder der Pilotenvereinigung stehen ebenfalls hinter Azimuth, bei einigen regt sich aber nun Widerstand.

Um die Präsenz von Azimuth Biotech in diversen Systemen zu schwächen, plant man militärische Interventionen aber auch zivile Aktivitäten. Die Operation trägt den Namen „Operation Wych Hunt“. Inspiriert ist dieser Name von Gerüchten, dass Salvations Klarname Dr. Caleb Wycherley lautet, und er in diversen Quellen auch „The Witch“ genannt wird.

Die Kommandanten protestieren damit direkt gegen Salvation. Es heißt, er sei in etliche illegale Aktivitäten verstrickt und verantwortlich für unzählige unschuldige Tote. Zu diesen Aktivitäten zählen die Entwicklung der Mycoid-Biowaffe für die INRA, die grausamen Experimente von Project Seraph zur Erschaffung einer humanen Schnittstelle für Thargoidenschiffe und nicht zuletzt die Zerstörung der Alexandria und der Verlust ihrer etwa 4.000 Besatzungsmitglieder. In einer Stellungnahme heißt es dazu schlicht: „Wir unterstützen keinen Massenmörder. Salvation, wir können uns selber retten.“

Professor Alba Tesreau, ehemalige Leiterin der Forschungsabteilung von Aegis, unterstützte die Operation offen: „Die Supermächte haben sich von den Versprechungen eines gewissenlosen Kriminellen täuschen lassen. Doch diese mutigen Piloten beweisen, dass es noch Menschen gibt, die nicht daran glauben, dass der Zweck jedes Mittel heiligt.“

Dringender Beschaffungsappell für das System HIP 22460

30 JUN 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Im Zuge der gemeinsamen Operation der Supermächte werden im System HIP 22460 medizinische und militärische Güter benötigt.

Kommodore Morag Halloran, die die Aktion für Azimuth Biotech vom Megaschiff Bright Sentinel aus koordiniert, erläuterte die Details:

„Die Proteus-Welle soll einen Großteil der Thargoiden-Flotte anlocken, bevor wir dieser den vernichtenden Schlag versetzen. Wir sind bereit, Salvation zu beschützen, damit er den Bau seiner Superwaffe abschließen kann.“

„Azimuth Biotech zahlt gut für die Lieferung von Fortschrittlichen Medikamenten und Reaktivrüstung. Alle genannten Waren können an das Megaschiff Heart of Taurus im System HIP 22460 geliefert werden.“

„Allen treuen Unterstützern, die Salvation dabei helfen, die Thargoiden endgültig zu besiegen, winken zum Dank zusätzlich speziell hergestellte Schiffslackierungen.“

Auch die Anti-Xeno-Spezialeinheiten von Allianz, Imperium und Föderation treffen Vorbereitungen, die Thargoiden im System HIP 22460 zu bekämpfen. Großkampfschiffe führen aktuell Gefechtsübungen durch und exerzieren diverse Manöver. Bislang gibt es noch keinen Hinweis darauf, wann die Thargoiden eintreffen.

Salvation bereitet sich auf „Letzte Schlacht“ vor

30 JUN 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Das System HIP 22460 soll zum Schauplatz des Triumphs von Azimuth Biotech und der Supermächte über die Thargoiden werden.

Folgende Botschaft wurde über alle öffentlichen Kanäle verbreitet:

„Hier spricht Salvation. Wir haben offiziell mit dem Bau der Proteus-Welle begonnen. Diese Version meiner Anti-Xeno-Superwaffe wird unseren gemeinsamen Feind endgültig in die Knie zwingen.“

„HIP 22460 wird so zum letzten Schlachtfeld im Krieg gegen die Thargoiden. Wie bei den vorhergehenden Superwaffen rechnen wir auch diesmal damit. Dass die in die Proteus-Welle integrierte Guardian-Technologie die Thargoiden anlocken wird. Diesmal werden wir diese Plage aber nicht nur aus dem System, sondern aus der gesamten Galaxie tilgen.“

„Jeder, der diese feindselige Spezies vernichtet sehen will, sollte diese Ankündigung als Ruf zu den Waffen verstehen. Dies ist nicht die Zeit für Politik und langwierige Debatten. Es ist die Chance, das Überleben der Menschheit zu sichern.“

Die Megaschiffe von Azimuth Biotech sind mittlerweile im System HIP 22460 eingetroffen. Kommodore Morag Halloran koordiniert die Operation vom Megaschiff Bright Sentinel aus. Die Heart of Taurus soll als Lieferort für Ressourcen dienen. Zwei weitere Megaschiffe, die Musashi und die Glorious Prospect, wurden im nahe gelegenen System Pleiades Sector CW-U B3-2 stationiert, um zusätzliche logistische Unterstützung zu leisten.

Auch die Truppen der Allianz-Verteidigungseinheit, der föderalen Flotte und der imperialen Flotte haben ihre Stellungen im System HIP 22460 bezogen. Diese Schiffe wurden speziell für den Anti-Xeno-Einsatz umgerüstet, denn man rechnet in diesem Gefecht mit mehr feindlichen Schiffen als je zuvor. Das Militär bestätigte, dass es einige der experimentellen Waffen, die man einzusetzen gedenkt, zwar noch nicht zur Serienreife gebracht hätten, man aber dennoch zuversichtlich bezüglich ihrer Effektivität sei.

Azimuth: Eine historische Perspektive (Teil 5)

29 JUN 3308

Der letzte Beitrag dieser Serie beschäftigt sich mit der Wiederkehr von Azimuth und Salvations Plänen für die Zukunft.

Aegis siechte in den Monaten Februar und März des Jahres 3308 vor sich hin, da die Supermächte sämtliche Operationen auf Eis gelegt hatten. Das Führungspersonal forderte, wieder eingesetzt zu werden, nicht nur, um die Thargoiden zu bekämpfen, sondern auch, um Azimuth Biochemicals die Stirn zu bieten. Man behauptete, dass der undurchsichtige Konzern weiterhin nicht genehmigte xenologische Experimente durchführte und des Weiteren verantwortlich für Tausende Tote sei.

In der Zwischenzeit wuchs die Zahl der Thargoiden-Übergriffe. Auslöser dafür war mutmaßlich die auf der Guardian-Technologie basierende Superwaffe Salvations. Die Aggressionen erreichten mit dem zeitgleichen Überfall auf die Systeme Didio, Novas und Sosong im April 3308 einen vorläufigen Höhepunkt. Da es sich um Bevölkerungszentren von Allianz, Imperium und Föderation handelte, standen Milliarden von Leben auf dem Spiel.

Salvation und das Militär der Supermächte reagierten gemeinsam. Man setzte Großkampfschiffe von Allianz, Imperium und Föderation ein, um die Systemverteidigung zu koordinieren und zudem den Bau von drei weiteren Superwaffen zu ermöglichen. Die Interviews mit den Admirälen der jeweiligen Anti-Xeno-Spezialeinheiten offenbarten, wie sehr man sich inzwischen auf Salvation verließ.

Die Superwaffen wurden erfolgreich in allen drei Systemen eingesetzt, doch diesmal blieben keine Wracks zurück. Es war unklar, ob die Waffe an Effektivität eingebüßt hatte oder die Thargoiden ihren Einsatz vorhergesehen und sich rechtzeitig zurückgezogen hatten.

Nichtsdestotrotz wurde dies als weiterer Sieg für Salvation gefeiert. Er gab bekannt, bereits an der nächsten Generation zu arbeiten, und behauptete, mit dieser Waffe könne „der finale Schlag gegen die Spezies der Thargoiden gelingen“. Um die Entwicklung der Superwaffe zu beschleunigen, requirierte man ungeheure Mengen an Personal, Vorräten und Ausrüstung für Taurus Mining Ventures.

Im Mai 3308 folgte dann eine schockierende Enthüllung. Professor Alba Tesreau, zuvor leitende wissenschaftliche Beraterin von Aegis, erhielt einen anonymen Tipp, der sie zu einem verlassenen Außenposten im System DG Canum Venaticorum führte. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine bislang unentdeckte Basis der INRA handelte, der Organisation, die während des 32. und 33. Jahrhunderts im Kampf gegen die Thargoiden gegründet worden war.

Die Basis bewies, dass die INRA mit Azimuth Biochemicals zusammengearbeitet hatte, um das Mycoid-Virus zu entwickeln. Diese umstrittene Biowaffe wurde im Jahr 3151 eingesetzt, um das Mutterschiff der Außerirdischen zu infizieren, was faktisch das Ende des ersten Thargoiden-Krieges einleitete.

Die Logs von Dr. Caleb Wycherley, dem Vizepräsidenten der Forschungsabteilung, berichten, wie er zu seinem Spitznamen ‚The Witch‘ kam, nachdem er von einem Thargoiden um ein Haar geblendet worden wäre. Er schwor damals, dass Azimuth sich unter seiner Führung fortan dem Ziel der Vernichtung der Thargoiden verschreiben würde: „Und wenn ich zur Rettung der Menschheit erwählt bin, dann soll es so sein.“

Die ehemaligen Anführer von Aegis sahen sich in ihrer Theorie bestätigt, dass es sich bei Salvation und ‚The Witch‘ um ein und dieselbe Person handelt, und dass Azimuth schon seit Langem im Geheimen agiert. Professor Tesreau verriet später, dass der Tipp von ‚Subjekt D-2‘ kam, dem einzigen Überlebenden der Project-Seraph-Experimente, bei denen ein menschlicher Testpilot für Thargoiden-Schiffe erschaffen werden sollte.

Manche glaubten, Aegis habe diese Logs gefälscht, denn Dr. Wycherley wäre mittlerweile über 200 Jahre alt. Doch obwohl Salvation seine wahre Identität nicht offen bestätigte, erhärtete sich der Verdacht von Aegis, als Taurus Mining Ventures sich in Azimuth Biotech umbenannte. Salvation beschrieb, wie Azimuths Forschungsabteilung unter seiner Führung als unabhängige Organisation überlebt hatte, um sich fortan ausschließlich den Thargoiden und dem unvermeidlichen bevorstehenden Konflikt zwischen den Spezies zu widmen.

Die Öffentlichkeit reagierte empört auf die Nachricht, dass der Mann, der sich als Retter der Menschheit sah, gleichzeitig für die Mycoid-Biowaffe, Project Seraph, den Angriff auf die Alexandria und weitere ethisch höchst fragwürdige Aktionen verantwortlich war. Und doch gab es nur verhaltene Reaktionen aus Allianz, Imperium und Föderation, deren Militärs mittlerweile nun schon zu eng mit Salvation zusammenarbeiteten, um die Thargoiden zu besiegen.

In der vergangenen Woche häuften sich die Indizien dafür, dass man sich bei Azimuth auf eine größere Operation vorbereitet. Möglicherweise plant Salvation, der Öffentlichkeit den weiterentwickelten Prototyp seiner Anti-Xeno-Superwaffe vorzustellen. Bald wird sich zeigen, ob es Azimuth so wirklich gelingen kann, auch den Zweiten Thargoiden-Krieg zu beenden.

Azimuth: Eine historische Perspektive (Teil 4)

28 JUN 3308

Ein Blick auf die zunehmende Rivalität zwischen Aegis und Salvation während des eskalierenden Krieges gegen die Thargoiden.

Salvations militärischer Triumph im System Cornsar zog natürlich Konsequenzen nach sich, nicht zuletzt schienen die Thargoiden selbst darauf zu reagieren. Mehrere bewohnte Nebel wurden von Thargoiden überfallen, viele hegten daher den Verdacht, dass die Außerirdischen aggressiv auf die Anti-Xeno-Superwaffe reagierten, die auf Guardian-Technologien basierte.

Aegis waren aufgrund der laufenden Ermittlungen die Hände gebunden, doch Militärchef Admiral Aden Tanner war überzeugt davon, dass die Superwaffe die Thargoiden nicht nur vertrieb, sondern sie zugleich auch magisch anzog. Er glaubte, dass man in Hind Mine im System T Tauri die nötigen Beweise finden würde, und startete daher einen Angriff mit dem Megaschiff Musashi.

Diese Schlacht konnte Taurus Mining Ventures dank der massiven Unterstützung der unabhängigen Piloten gewinnen, was bewies, wie viel Vertrauen Salvation zu diesem Zeitpunkt schon genoss. Tanner wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und die beschlagnahmte Musashi wurde zum Flaggschiff von Salvations wachsender Streitmacht. Kommodore Morag Halloran, ursprünglich verpflichtet bei der Allianz-Verteidigungseinheit, übernahm das Kommando und wurde zur militärischen Koordinatorin ernannt.

Im Dezember 3307 erkannten Allianz, Imperium und Föderation offiziell an, dass Salvation über die nötigen Technologien verfügte, um die Thargoiden zu besiegen. Dieses Vertrauen wurde prompt auf die Probe gestellt, als die Thargoiden zeitgleich in die Systeme Delphi, Maia und Merope einfielen.

Einmal mehr konnte man die Thargoiden dank des Einsatzes von drei neu gebauten Superwaffen vernichtend schlagen, und Salvation setzte seine in Cornsar begonnene Siegesserie fort. Seine Ansprachen wurden von da an zunehmend pathetischer: „Ich bitte die Menschen der Galaxie, sich meinem Kreuzzug anzuschließen. Aegis ist am Ende. Ich bin die letzte Bastion zwischen der Menschheit und den Thargoiden. Ich bin Salvation.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte Salvation das Wohlwollen der Menschen auf seiner Seite. Die Freiwilligen kamen in Scharen auf Taurus Mining Ventures zu, um ihre Hilfe anzubieten, und ganze Schiffsbesatzungen quittierten ihren Dienst bei den Supermächten, um gegen die Thargoiden zu kämpfen. Die massenhaften Übertritte wurden alsbald offiziell genehmigt, was von einer zunehmenden Akzeptanz für die Methoden des anonymen Wissenschaftlers zeugt.

Im Januar 3308 überschlugen sich die Ereignisse. Der Prozess gegen Admiral Tanner wurde unterbrochen, nachdem der bekannte Wissenschaftler Ram Tah bestätigt hatte, dass Salvations Superwaffe nicht-humanoiden Ursprungs war. Ram Tah ging davon aus, dass sie auf einer Waffe der Guardians basierte, welche die Wissenschaftler von Azimuth Biochemicals an Bord der Proteus gefunden hatten, und die einen elektromagnetischen Impuls aussendet, um die Biomechanik der Thargoiden zu stören.

Doch dass Tanners Befürchtungen berechtigt gewesen waren, sollte Aegis nicht vor dem Untergang bewahren. Der Baumann-Report fällte ein vernichtendes Urteil über die Operationen der Organisation und empfahl ihre Auflösung. Die drei Supermächte begannen daraufhin, Aegis durch jeweils eigene Spezialeinheiten zu ersetzen.

Noch weitaus überraschender war die Entdeckung von Wrackteilen des vermissten Megaschiffes Alexandria, die man im selben Monat verteilt über die Planetenringe von Wregoe TC-X b29-0 AB 2 A fand. Captain Morales’ Bericht enthüllte, dass das Schiff durch einen Sabotageakt aus dem Hyperraum geschleudert und anschließend von einer paramilitärischen Einheit überfallen wurde, die die Guardian-Artefakte raubte. Die Überlebenden hatten versucht, den beschädigten Hyperantrieb wieder in Gang zu bringen, was letztlich zur Zerstörung der Alexandria führte.

Morales erwähnte außerdem, dass die Kriminellen den Befehlen einer Person folgten, die sich „The Witch“ nannte. Die verbliebenen Führer von Aegis wurden auf dieses Detail aufmerksam und brachten den Namen mit den verlassenen Forschungseinrichtungen in Verbindung, auf die man im August 3307 in den Systemen HIP 22460 und HIP 26176 gestoßen war. Dort hatte man sich dem mysteriösen Project Seraph gewidmet, bei dem man versuchte, menschliche Piloten in einen erbeuteten Thargoiden-Späher zu implementieren. In den erhaltenen Logs wurden sowohl Witch als auch Azimuth erwähnt.

Aegis’ Warnung war unmissverständlich: Azimuth Biochemicals, die Firma, die angeblich vor zweihundert Jahren aufgelöst worden war, hatte bis zum heutigen Tag überlebt.

Azimuth: Eine historische Perspektive (Teil 3)

28 JUN 3308

Wie Aegis durch den Aufstieg des Konkurrenten Salvation in Bedrängnis geriet.

„Vorerst muss ich Ihnen meine wahre Identität verschweigen. Es genügt zu sagen: Ich bin ein Mann der Wissenschaft und unabhängig von der Tagespolitik. Ich rekrutiere Mitarbeiter, um die harte Arbeit von Azimuth Biochemicals zu rekonstruieren, die man dort vor zweihundert Jahren leistete, und die ich für unschätzbar wertvoll halte. Viel ist im Laufe der Zeit verloren gegangen, aber dank unserer Entschlossenheit werden wir die Geschichte neu schreiben.“

Mit diesen Worten stellte sich die anonyme Person, die sich Salvation nennt, im April 3307 der Pilotenvereinigung vor. Und bis heute bleibt Salvation ein Phantom, ohne Gesicht, ohne Stimme. In seiner Botschaft charakterisiert er sich als engagierten Wissenschaftler mit großem Selbstvertrauen, der nur ein Ziel kennt: Die Thargoiden zu vernichten und ‚die Menschheit zu retten‘.

Es war offensichtlich, dass Salvation über detaillierte Informationen über Azimuth Biochemicals verfügte, ohne die man nicht dazu in der Lage gewesen wäre, die Hesperus aufzuspüren. Er begann, mithilfe von Taurus Mining Ventures unabhängige Piloten für Missionen zu rekrutieren. Das Unternehmen unterhält sein Hauptquartier im fernen System T Tauri.

Nach der Lokalisierung der Proteus im Juni 3307 beanspruchte Salvation die exklusiven Rechte zur Ausbeutung des Guardian-Thargoiden-Schlachtfeldes auf Trapezium Sector YU-X c1-2 1a. Aegis erhob Einspruch, aber die eigene Initiative zur Beschaffung von Guardian-Artefakten wurde von der von Taurus Mining Ventures weit in den Schatten gestellt. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Salvation zum ernsthaften Konkurrenten von Aegis, der zudem Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der Dreimächte-Organisation säte.

Nach dem tragischen Verlust der Alexandria schenkten ihm mehr und mehr Menschen Glauben. Wegen seiner Frachtladung von Guardian-Artefakten wurde das Megaschiff von den Thargoiden erbarmungslos verfolgt, bis es schließlich im Hyperraum verschwand. Man leitete in der Folge Ermittlungen gegen Aegis ein und legte dort sämtliche Operationen auf Eis, was Salvation in die Hände spielte.

Im September 3307 warnte Salvation vor einer bevorstehenden Attacke der Thargoiden auf das System Cornsar. Entdeckt hatte er die drohende Gefahr angeblich mithilfe seiner Version von Eagle Eye. Aegis und andere lokale Fraktionen schenkten dem keinen Glauben, bis sich das System schließlich tatsächlich einer Invasion gegenübersah.

Salvation wandte sich erneut an die Piloten und bat sie, wichtige Ausrüstungsgüter von einem Megaschiff von Taurus Mining Ventures nach Cornsar zu bringen. Dort sollte der Prototyp einer Waffe entstehen, an der er gerade arbeitete. Kommandanten, die Salvation misstrauten oder Aegis unterstützen wollten, starteten eine konkurrierende Initiative, und es zeigte sich, dass beide Parteien in der galaktischen Gemeinschaft eine große Anhängerschaft hatten.

Vier Tage später verschwanden die außerirdischen Invasoren überraschend aus dem System Cornsar. Die meisten zogen sich in den Hyperraum zurück, auf einigen Planeten blieben aber auch Schiffswracks zurück. Salvation verkündete, er habe eine Anti-Xeno-Superwaffe entwickelt, mit deren Hilfe man ganze Sternensysteme von Thargoiden befreien könnte. „Mir ist gelungen, woran Aegis gescheitert ist – eine effektive militärische Antwort auf diese Bedrohung zu finden.“

Wie genau die neue Wunderwaffe funktioniert, blieb ein Geheimnis, doch die Überreste von Guardian-Technologie, die man im System Cornsar fand, erregten einen verstörenden Verdacht. Hatte Salvation die herannahenden Thargoiden tatsächlich geortet oder hatte er die Feinde nach Cornsar gelockt, indem er dort – wie auf der Alexandria geschehen – große Mengen an Guardian-Artefakten ansammelte? War dies alles nur ein Manöver, um seine Superwaffe zu testen?

Wie es in einem Bericht der Vox Galactica hieß: „Die Zeit wird zeigen, ob Salvations Ambitionen, Aegis zu ersetzen, uneigennützig sind, oder ob wir hier den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.“

Azimuth: Eine historische Perspektive (Teil 2)

24 JUN 3308

Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse rund um den Aufstieg und den Niedergang der Supermächte-Organisation Aegis.

Allianz, Imperium und Föderation gründeten Aegis im Jahr 3303, um die xenologische Forschung voranzutreiben und die Defensivmaßnahmen gegen die Thargoiden besser zu koordinieren. Es ging die Angst um, die Thargoiden könnten den von Menschen besiedelten Raum eines Tages völlig überrennen. Aegis sollte als Speerspitze im Kampf gegen den gemeinsamen Feind dienen.

Einige befürchteten, Aegis könnte sich derselben unethischen Methoden bedienen wie die Vorgängerorganisation INRA, die im Jahr 3125 während des Ersten Thargoiden-Krieges gegründet worden war. Die meisten begrüßten die neue Organisation jedoch, weil sie sowohl Informationen über den unheimlichen Feind lieferte, als auch neue moderne Waffen entwickelte.

Da Großkampfschiffe gegen die Abschalt-Felder der Thargoiden nichts ausrichten konnten, musste Aegis im Raumkampf auf die Unterstützung der unabhängigen Piloten bauen. Trotz der effektiven Koordinierung der Verteidigungsmaßnahmen warf man Aegis bald vor, keine Strategie zu haben, um die Aliens auf lange Sicht besiegen zu können.

Bereits im Jahr 3306 setzte daher der langsame Niedergang von Aegis ein. Das eigens entwickelte Eagle Eye Netzwerk versagte als Frühwarnsystem, zudem blieben Durchbrüche bezüglich der Anti-Xeno-Waffentechnologie aus. Der Aufstieg der NMLA veränderte die politische Landschaft. Gelder, die vormals an Aegis geflossen waren, wurden nun in die Bekämpfung des Terrorismus und in die Vorbereitung eines möglichen Krieges zwischen Föderation und Imperium gesteckt.

Im März 3307 scheiterte auf dem Galaktischen Gipfel die Ratifizierung des Sirius-Vertrages, der die Supermächte, die Konzerne und die unabhängigen System im Kampf gegen die Thargoiden geeint hätte. Stattdessen verlangte man nun von Aegis, sich auf die Erforschung der Guardians zu konzentrieren. Man glaubte, die untergegangene Zivilisation berge den Schlüssel zum Sieg über die Biotechnologie der Thargoiden.

Dank einer erfolgreichen Initiative im Mai 3307 konnte man zahlreiche Guardian-Artefakte beschaffen, die an das Aegis-Megaschiff Alexandria geliefert wurden. Die Thargoiden fühlten sich offenbar angezogen von einer derartigen Konzentration feindlicher Technologie und verfolgten die Alexandria unerbittlich von System zu System. Als das Megaschiff nach einem Hyperraumsprung nicht mehr auftauchte, ging man davon aus, dass es abgefangen und zerstört worden war.

Ein Untersuchungsausschuss sollte die näheren Umstände des Unglücks aufklären. Die Nachforschungen waren so gründlich, dass sie Aegis zum Verhängnis wurden und ein Großteil der Führungsfiguren zurücktreten musste. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Organisation erreichte einen Tiefpunkt, man war sich einig, dass Aegis am Ende war.

Im November 3307 büßte Aegis den letzten Rest an Glaubwürdigkeit ein, als der verantwortliche Militärchef sich zu einer gesetzeswidrigen Aktion hinreißen ließ. Admiral Aden Tanner befahl einen nicht autorisierten Angriff auf die Hind Mine im System T Tauri, dem Hauptquartier des mit Salvation verbündeten Konzerns Taurus Mining Ventures. Tanner war überzeugt davon, dass Salvation die Thargoiden mit Absicht provozierte und dass man an Bord des Sternenhafens Beweise dafür finden würde. Die Aktion brachte ihn vors Kriegsgericht und beschleunigte den Niedergang von Aegis einmal mehr.

Der Baumann-Report, der im Januar 3308 die Erkenntnisse des Untersuchungsausschusses zusammenfasste, enthüllte interne Probleme und Schwächen wie schlechten Führungsstil und einen geringschätzigen Umgang mit unabhängigen Piloten. Die Toten, die die Katastrophe der Alexandria und der Angriff auf Hind Mine forderten, gaben Aegis den Rest.

Allianz, Imperium und Föderation gaben bekannt, dass Aegis durch dezentrale Anti-Xeno-Taskforces ersetzt würde. Die während der jüngsten Thargoiden-Überfälle immer noch aktiven Megaschiffe der Organisation wurden mit Freiwilligen besetzt, bis sich der Militärdienstleister Frontline Solutions dazu bereit erklärte, den Betrieb zu übernehmen.

Selbst als das wahre Schicksal der Alexandria offenbar wurde und man auf Beweise stieß, die Admiral Aden Tanners Vermutungen stützten, ließ sich das Schicksal von Aegis nicht mehr abwenden. In den vergangenen Monaten konnte Salvation zudem Erfolge erzielen, auf die keine Militärmacht je zu hoffen gewagt hätte.

Azimuth: Eine historische Perspektive (Teil 1)

23 JUN 3308

Auftakt eines mehrteiligen Überblicks über die historischen Ereignisse rund um Azimuth Biochemicals und die Verbindung der Organisation zum geheimnisvollen Salvation.

Am 29. Oktober 3306 erreichte ein menschenleeres Megaschiff namens Adamastor das System Chukchan, nachdem es fast 200 Jahre lang in Unterlichtgeschwindigkeit durch den Weltraum geflogen war. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand vorhersehen, welche weitreichenden Konsequenzen die Enthüllung der Geheimnisse haben würde, die dieses Geisterschiff umgaben.

Erste Nachforschungen ergaben, dass es sich beim Eigner des Schiffs um eine relativ unbekannte und seit Langem nicht mehr existierende Firma namens Azimuth Biochemicals handelte. Die Route des Wracks ließ sich bis in den damals noch unerforschten Coalsack-Nebel zurückverfolgen, wo die Adamastor die Überlebenden eines planetaren Erkundungsteams aus dem System Musca Dark Region PJ-P b6-1 an Bord genommen hatte.

Im Jahr 3111 hatten diese Geologen eine haarsträubende Begegnung der dritten Art: Es war der erste belegte Kontakt von Menschen mit den Thargoiden. Laut den Aufzeichnungen von Professor Carver, dessen letztes Log man in HIP 69200 1 B entdeckte, barg die Crew ein Artefakt der Außerirdischen, das an Bord für technische Fehlfunktionen und Wahnvorstellungen bei der Besatzung sorgte. Man verließ das beschädigte Schiff, das dank eines immer noch intakten Autopiloten zweihundert Jahre später nach Hause zurückkehrte.

Weitere Erkundungen des Coalsack-Nebels brachten zwar keine Erkenntnisse, allerdings entdeckte man neue Raumpocken-Vorkommen. Die Allianz zögerte nicht lange und erntete diese für die Herstellung von Meta-Legierungen. Bald folgte die Sirius Corporation mit einem eigenen Projekt zur Terraformierung von Ammoniak-Welten. Diese Aktivitäten lösten eine Reihe von Angriffen durch Thargoiden aus, die Spezies verhielt sich so territorial wie eh und je.

Im April 3307 empfing die Adamastor ein verschlüsseltes Signal aus enormer Entfernung. Ein anonymer Tippgeber, der sich selbst Salvation nannte, stellte einen Entschlüsselungscode zur Verfügung. Man verfolgte das Signal zurück und stieß so auf das Wrack der Hesperus, das Schwesterschiff der Adamastor. Diese war im Jahr 3113 verschwunden und trieb nun durch das System Perseus Dark Region KC-V C2-2.

Der Notruf war durch einen Dredger des nomadischen Scriveners-Clan ausgelöst worden, als dieser sich die Datenlaufwerke der Hesperus aneignen wollte. Geleakte Nachrichten des Dredgers enthüllten, dass die Hesperus von Schläfern des Pharmasapien-Konzerns geentert worden war, dem Rivalen von Azimuth Biochemicals. Die gesamte Besatzung kam dabei ums Leben, ausgenommen ein wissenschaftliches Team, das sich auf ein Sekundärschiff retten konnte.

Zwei Monate später rief der geheimnisvolle Salvation alle Piloten dazu auf, das Signal der Hesperus zu verfolgen, um so die vermisste Azimuth-Crew aufzuspüren. Daraufhin entdeckte man das Sekundärschiff namens Proteus auf einem Mond des Systems Trapezium Sector YU-X c1-2. Die Crew hatte es in eine Forschungseinrichtung verwandelt, um dort Relikte eines nahen Kampfschauplatzes zu untersuchen, auf dem sich Guardians und Thargoiden eine Schlacht geliefert hatten.

Das Log des Sicherheitsoffiziers enthüllte das wahre Ziel von Azimuth: Nicht-humanoide Technologien aufzuspüren und diese in Waffentechnik umzuwandeln. Die Wissenschaftler hatten gefährliche Experimente mit Guardian-Kristallen durchgeführt, und dabei versehentlich einen starken Strahlungsanstieg ausgelöst, der sie alle tötete.

Azimuths Geschichte schien damit zu enden. Das ist nun fast zweihundert Jahre her. Das Schicksal der Proteus sollte jedoch enorme Konsequenzen für die Zukunft der Galaxie haben.