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Neue Mahlströme erhöhen Schlagkraft der Thargoiden

01 DEC 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Zwei weitere abnormale Signalquellen haben den zivilisierten Raum erreicht und richten ähnlich verheerende Schäden an wie der Taranis-Mahlstrom.

Die Indra-Anomalie hat das System HIP 20567 erreicht, während die Leigong-Anomalie in das System HIP 8887 vordrang. Die Mahlströme, wie man sie mittlerweile nennt, manifestieren sich beide als gigantische Gaswolken. Jedes Schiff, das ihnen zu nahe kommt, riskiert seine Zerstörung. Was hinter den unheimlichen Phänomenen steckt, bleibt jedoch unklar.

Wie schon bei Taranis, folgen jedem neuen Mahlstrom unzählige Schiffe der Thargoiden, die über die benachbarten Systeme herfielen. Jüngste Berichte bestätigen, dass die Aliens bereits Systeme in unmittelbarer Nähe zu HIP 20567 und Systeme im Bereich von HIP 8887 unter ihre Kontrolle gebracht haben. Sternenhäfen, Siedlungen und Außenposten wurden zerstört oder aufgegeben. Wie viele Menschen ihr Leben lassen mussten, ist bislang unklar, man fürchtet jedoch das Schlimmste.

Die Thargoiden wüten derzeit in insgesamt 16 Systemen, die alle dringend um Unterstützung gebeten haben. Es stehen bereits Rettungs-Megaschiffe bereit, die den Flüchtenden als erster Anlaufpunkt dienen sollen. Die Supermächte brachten ebenfalls Anti-Xeno-Großkampfschiffe in Stellung, um die betroffenen Territorien von Allianz, Imperium und Föderation gegen die Invasion zu verteidigen.

Die Medienanstalten geben sich äußerst besorgt angesichts der Tatsache, dass noch weitere abnormale Signalquellen auf dem Weg zu den Kernsystemen sind. Man erwartet, dass die Signalquellen fünf weitere Mahlstrom-Phänomene erzeugen werden, und diesen wiederum unzählige Thargoiden folgen. Während die Zahl der Opfer unaufhaltsam steigt, ringen Zivilgesellschaft und Militär um eine angemessene Reaktion.

Thargoiden überrennen etliche Systeme

30 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Neun Systeme bitten um Hilfe bei der Verteidigung gegen die massiven Angriffe der Thargoiden, die offensichtlich darauf abzielen, die menschliche Bevölkerung auszulöschen.

Vox-Galactica-Korrespondent Ernesto Rios berichtete über die aktuelle Lage:

„Die Ankunft des Phänomens, das Wissenschaftler mittlerweile als Taranis-Mahlstrom bezeichnen, hat Millionen von Menschen Tod und Verwüstung gebracht. Kaum waren die abtrünnigen Signalquellen angekommen, wurden bewohnte Systeme in der Region von ein unfassbaren Zahl an feindlichen Schiffen angegriffen. Sechs bewohnte Systeme in der Nähe von Hyades Sector FB-N b7-6 wurden blitzschnell eingenommen, während weitere neun Systeme sich momentan gegen eine erdrückende Übermacht zu stemmen versuchen.“

„Ich habe selbst einige dieser Systeme besucht und den Schrecken mit eigenen Augen gesehen. Die Sternenhäfen stehen in Flammen und sind überzogen mit säurehaltigen Enzymen. Die Thargoiden zerstören mit enormer Feuerkraft die planetare Infrastruktur. Vorbeifliegende Schiffe werden aus dem Hyperraum gerissen. Die Angriffe sind gnadenloser als je zuvor, als wären die Aliens entschlossen, alles zu zerstören, was menschlichen Ursprungs ist.“

„In sicherer Entfernung zur Frontlinie der Invasion wurden Rettungsschiffe stationiert, um die Massen an Flüchtlingen aufnehmen und weiter zu verteilen. An Bord dieser Schiffe gibt es auch Anti-Xeno-Waffen für alle unabhängigen Piloten, die uns bei der Verteidigung unterstützen oder die Flüchtlingskonvois beschützen wollen.“

„Sowohl Präsident Hudson als auch Premierminister Mahon haben den Katastrophenfall ausgerufen. Großkampfschiffe der Föderation und der Allianz sind bereits zur Gegenoffensive übergegangen. Auch Senator Patreus entsandte die Imperiale Flotte in das System Modigi, das ebenfalls von Thargoiden heimgesucht wird.“

„Derweil versucht man, dem Mysterium des Taranis-Mahlstroms auf den Grund zu gehen, obwohl es brandgefährlich ist, Wissenschaftler in das System Hyades Sector FB-N b7-6 zu schicken, um dort Analysen durchzuführen. Professor Palin und Ram Tah warnten, dass das enorme Phänomen offenbar über eine Art Schutzhülle verfügt, über deren Zusammensetzung noch nichts bekannt ist, das für herannahende Schiffe aber gefährlich werden kann.“

„Da sich noch sieben weitere abtrünnige Signalquellen den Kernwelten nähern, bereiten sich Sicherheitstruppen und Militär auf das Schlimmste vor. Werden die anderen abtrünnige Signalquellen noch mehr Tod und Verderben bringen? Und kann die Menschheit einen Angriff dieser Größenordnung überhaupt überleben?“

Vista Genomics erhöht Prämien für Biodaten

29 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Das Exobiologie-Unternehmen Vista Genomics hat seine Prämien für genetische Daten erhöht, die von unabhängigen Piloten gesammelt werden.

Dr. Klaus-Peter Sonnek, einer der Forschungsdirektoren des Unternehmens, erklärte diesen Schritt wie folgt:

"Das Interesse von Unternehmen und Öffentlichkeit an der Xenologie ist weiterhin hoch, aber Thargoidenangriffe in der letzten Zeit haben die Sammlung von Daten riskanter gemacht. Vista Genomics ist gut aufgestellt, um einen Anreiz zum Probensammeln zu geben. Daher haben wir die Prämien für sämtliche genetischen Daten, die bei unseren Filialen eingereicht werden, beträchtlich erhöht.

Wir wissen um die vielen zivilen und militärischen Projekte, die sich aktuell mit den Thargoiden beschäftigen, einer Spezies, die voll auf die Nutzung biomechanischer Technologien setzt. Es ist also von enormer Bedeutung, dass wir so viele exobiologische Daten beschaffen wie möglich, um so eine breite Wissensbasis für die Anti-Xeno-Forschung zu schaffen.“

Kommandanten können den Genetic Sampler nutzen, um Daten von diversen Arten der Flora und Fauna auf den Planetenoberflächen zu beschaffen. Die Proben können an Bord von Raumstationen, Megaschiffen und Frachttransportern verkauft werden, die über einen aktiven Vista Genomics-Kontakt verfügen.

Die Sirius Corporation ließ zudem bekannt geben, dass die beliebten modifizierten Kühlkörper und die Anti-Xeno-Raketenrampe ab sofort wieder über Tech-Broker des Unternehmens verfügbar sind. Aktive Megaschiffe der Sirius Corporation, wie die Chariot of Rhea, die El Centinela Cadejo, die Kumiho Sky, die Spirit of Laelaps und die Witness Odysseus haben nun Sirius-Tech Broker an Bord.

Taranis entfesselt Thargoiden-Invasion

29 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Die Taranis-Anomalie ist im System Hyades Sector FB-N b7-6 angekommen und hat dort eine Welle von Thargoiden-Angriffen bislang ungekannten Ausmaßes entfesselt.

Etliche besiedelte Systeme wurden von zahllosen Thargoidenschiffen attackiert, die Zahl der Toten wird in den kommenden Tagen damit in die Millionen gehen. Mehrere Systeme berichten bereits vom totalen Verlust der Kontrolle, die Menschen können sich nur mit Mühe und Not aus den zerstörten Häfen retten.

Die Allianz-Verteidigungseinheit und die Föderale Flotte haben Großkampfschiffe entsandt, die vor Ort die unabhängigen Piloten und Anti-Xeno-Staffeln unterstützen sollen. Keine Supermacht hat sich bislang aber in das System Hyades Sector FB-N b7-6 vorgewagt, woher die unzähligen Feinde zu kommen scheinen.

Über die abtrünnigen Signalquellen selbst kursieren derweil widersprüchliche Beschreibungen, die, nachdem sie wochenlang mit Überlichtgeschwindigkeit durchs All rasten, nun bewegungslos verharren. Dr. Remy Leroux, ein Xenologe, der für Professor Palin tätig ist, übertrug – kurz bevor der Kontakt zu ihm abbrach – eine lückenhafte Beschreibung, in der er behauptet, bei Taranis handle es sich nicht um ein Einzelobjekt, sondern um eine Art gigantischen wirbelnden Mahlstrom.

Diese ersten Berichte konnten nicht bestätigt werden, und viele Behörden halten sie für unzuverlässig oder übertrieben. Dennoch wurde eine Reisewarnung für das System Hyades Sector FB-N b7-6 herausgegeben. Dieses sei extrem gefährlich und müsse unbedingt gemieden werden.

Admiral Rachel Ziegler sagte der Alliance Tribune in einem Interview: „Unser wichtigstes Ziel ist es im Moment, die bewohnten Systeme vor den aggressiven Übergriffen unzähliger Thargoiden zu beschützen. Was immer dieser ‚Mahlstrom‘ auch sein mag, ganz offensichtlich soll er den Einfluss des Menschen in dieser Region ausradieren.“

Militär angesichts nahender Bedrohung durch Taranis in Alarmbereitschaft

28 NOV 3308

Endgültiges Ziel der Anomalie namens Taranis ist Berechnungen zufolge das System Hyades Sector FB-N b7-6.

Professor Ishmael Palin gab eine Stellungnahme ab, um die Ergebnisse seiner Forschungsgruppe zu bestätigen:

„Daten, die wir aus zahllosen Scans gewonnen haben, beweisen, dass die Geschwindigkeit der Anomalie stetig abnimmt. Bleibt es dabei, wird Taranis in etwa 24 Stunden im System Hyades Sector FB-N b7-6 eintreffen. Ich habe ein Forschungsteam entsandt, das von meinem geschätzten Kollegen Dr. Leroux geleitet wird, um vor Ort Daten zu sammeln.“

Admiral Maxton Price von der Föderalen Flotte sagte:

„Glücklicherweise ist das fragliche System unbewohnt, also stehen unmittelbar keine Menschenleben auf dem Spiel. Wir beobachten die Situation also lieber, als sofort Großkampfschiffe loszuschicken. Dem zivilen Raumverkehr ist es untersagt, in das System Hyades Sector FB-N b7-6 einzutreten, bis wir mehr über die Fähigkeiten von Taranis wissen.“

Die Allianz-Verteidigungseinheit veröffentlichte eine ähnlich lautende Erklärung von Admiral Rachel Ziegler:

„Welche Strategie die Thargoiden verfolgen, ist uns nicht bekannt. Gleiches gilt für die Frage, worum es sich bei den abtrünnigen Signalquellen eigentlich handelt. Es gibt aber sicher keinen vernünftigen Grund, diesem Phänomen vorsätzlich in die Quere zu kommen. Möglicherweise droht Hyades Sector FB-N b7-6 dasselbe Schicksal wie HIP 22460: Das System wird zu einer Sperrzone, in der es von Thargoidenschiffen nur so wimmelt.“

Obwohl es keine offizielle Stellungnahme gab, geht man davon aus, dass auch die Imperiale Flotte keine Kriegsschiffe in Richtung der Taranis-Anomalie schicken wird. Unabhängige Analysten glauben, die Zerstörung der Kingfisher im System Hyades Sector YO-Q b5-1 habe die Supermächte noch vorsichtiger gemacht. Zudem erinnere man sich auch noch allzu gut an die Verluste in HIP 22460, insbesondere von Großkampfschiffen.

Anhänger der Xeno-Friedensbewegung von Thargoiden getötet

25 NOV 3308

Die Nachforschungen im System Hyades Sector YO-Q b5-1 haben traurige Gewissheit gebracht: Das Megaschiff Kingfisher wurde von Thargoiden angegriffen und zerstört.

Vox Galactica veröffentlichte dazu folgenden Bericht des Korrespondenten Ernesto Rios, der sich momentan vor Ort befindet:

„Unabhängige und föderale Quellen bestätigten, dass die Kingfisher von mehreren Geschossen der Thargoiden getroffen wurde. Notarzt-Teams durchsuchen aktuell das Wrack des Megaschiffs nach Passagieren und Crew. Angesichts der verheerenden Schäden ist es allerdings sehr unwahrscheinlich, dass jemand überlebt hat.“

„Auch der Inhalt der Logs von Dr. Pope von der Orion University geben wenig Anlass zum Optimismus. Er war zuständig für die Kommunikationsversuche mit den Thargoiden. Obwohl ich mir die Aufnahmen noch nicht selbst angehört habe, wird dort offenbar detailliert beschrieben, was geschah, als die Taranis-Anomalie das System durchquerte.“

„Nach der Nachricht über das Unglück hat sich die öffentliche Meinung gegen das Thargoid Advocacy Project gewendet. Der Randgruppe war es in den letzten Wochen gelungen, sich dank der Unterstützung durch Dalton Chase und anderer Medienpersönlichkeiten eine gewisse Seriosität zu gewinnen. Nun ist der Zorn groß, und im Leitartikel von Sol’s Today heißt es: ‚Tausende Menschen wurden in den Tod geschickt, fußend allein auf der vagen Annahme, dass diese Alien-Kriegstreiber sich auf einmal nach Harmonie sehnen.‘“

„Der Kongressabgeordnete Chase sagte der Presse, er müsse die jüngsten Berichte aus dem System Hyades Sector YO-Q b5-1 erst noch sichten und könne daher noch keine Stellungnahme abgeben. Als prominentestes Gesicht der Kingfisher-Mission ist es wahrscheinlich, dass man ihn offiziell verantwortlich für die Tragödie machen wird.“

„Und in der Zwischenzeit nähert sich das Taranis-Phänomen unaufhaltsam dem zivilisierten Raum. Die Zerstörung der Kingfisher beweist endgültig, dass die Thargoiden die Urheber der abtrünnigen Signalquellen sind, und dass sie nicht in Frieden kommen. Die Aussicht, dass der Zweite Thargoiden-Krieg damit eine neue Eskalationsstufe erreichen könnte, lässt die Anspannung und Angst in den Kernwelten weiter ansteigen.“

Megaschiff Kingfisher verschwindet

24 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Offenbar ist einen Tag nach der Ankunft des Megaschiffs Kingfisher im System Hyades Sector YO-Q b5-1 der Kontakt abgebrochen.

Die Kingfisher war ausgerüstet worden, um Signale an die interstellare Anomalie namens Taranis zu senden. Ziel war das Zustandekommen einer Kommunikation, falls dies überhaupt möglich ist. Als das Megaschiff in das System Andavandul aufbrach, befanden sich an Bord über 3.000 Unterstützer der Xeno-Friedensbewegung.

Rani Zaman, ein Sprecher des Thargoid Advocacy Project, der die Langstreckenkommunikation mit dem Megaschiff überwacht, sagte in einer Stellungnahme:

„Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass sämtliche Versuche, die Kingfisher zu erreichen, fehlgeschlagen sind. Die letzte Botschaft war extrem verzerrt, aber es scheint sich um einen Notruf zu handeln. Wir bitten um sofortige Unterstützung, um das Megaschiff zu lokalisieren und die Menschen an Bord zu retten.“

Die Föderation reagierte mit einer umgehenden Aufhebung des vorübergehenden Einreiseverbots in das System Hyades Sector YO-Q b5-1. Dies gilt für alle Schiffe außer Carrier. Das Verbot war auf Wunsch des Kongressabgeordneten Dalton Chase hin ausgesprochen worden. Dieser gilt als Unterstützer der Anti-Xeno-Friedensbewegung und hatte eine wichtige Rolle bei der Beschaffung der Kingfisher gespielt. Nachdem das System nun wieder angeflogen werden kann, hat die Föderation ein Team entsandt, das die Lage vor Ort einschätzen soll.

Beobachter bestätigten, dass die Taranis-Anomalie das System Hyades Sector YO-Q b5-1 mit Überlichtgeschwindigkeit durchquert hat. Wie die anderen abtrünnigen Signalquellen, bewegt auch Taranis sich auf die Kernwelten zu.

Lob für das Friedensprojekt

23 NOV 3308

Der Kongressabgeordnete Dalton Chase zeigte sich begeistert von der wachsenden öffentlichen Unterstützung für die Idee diplomatischer Verhandlungen mit den Thargoiden.

In einem Exklusivinterview mit ICE-Moderatorin Joy Senne sagte er:

„Bis vor Kurzem erschien die Vorstellung, man könnte mit den Thargoiden kommunizieren, noch völlig absurd. Aber sehen Sie nur, was nun in Andavandul geschieht! Und es gibt so viel Zuspruch aus der galaktischen Gemeinschaft. Die Menschen hoffen auf eine bessere Zukunft, sie haben die endlosen Kriege satt.

Ich bedaure es nur, meinen Mitstreitern an Bord der Kingfisher nicht zur Seite stehen zu können. Die Pflichten meines neues Amtes bringen es jedoch mit sich, dass sich mein Terminkalender extrem gefüllt hat. Doch im Herzen bin ich bei ihnen, während sie sich auf den Weg zu Taranis machen, um den Thargoiden zu beweisen, dass die Menschheit zu friedlicher Koexistenz in der Lage ist.“

Joy Senne erzählte, dass sie eigentlich live von Bord der Kingfisher aus hatte berichten wollen, wenn die interstellare Anomalie namens Taranis das System Hyades Sector YO-Q b5-1 durchquert.

„Ich war total enttäuscht, als man mir sagte, dass nur direkte Übertragungen in Richtung Taranis erlaubt sind, um die Stargoiden nicht mit anderen Signalen zu verwirren. Unser guter Freund Heimar Borichev sollte heute zur Crew stoßen, aber er schrieb mir vor etwa einer Stunde, dass er überraschend krank geworden sei. So überlassen wir das Feld also den mutigen Freiwilligen – wir zählen auf euch, Kingfisher-Leute!“

Der Sovereign bestätigte diese Pläne für den stellvertretenden Chefredakteur und fügte hinzu, dass etwa 32 % der Menschen in den unabhängigen Systemen das Thargoid Advocacy Project unterstützen. Medien von Allianz und Föderation halten die Xeno-Friedensbewegung für einen Irrweg, während das Imperium das Unterfangen schlichtweg als „suizidal“ bezeichnet.

Megaschiff Kingfisher trifft letzte Vorbereitungen

22 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Das Megaschiff Kingfisher wurde mit Waren beliefert, die man für die Mission zur ersten abtrünnige Signalquelle benötigt.

Das Thargoid Advocacy Project bestätigte, dass man dank der Lieferungen von Halbleitern und Myon-Bildgebern das Kommunikationsnetzwerk an Bord fertigstellen kann. Die angelieferten Allgemeinen Medikamente und das Obst und Gemüse werden unter der Crew und Tausenden von Unterstützern verteilt.

Die Fraktion Deutsche Elite Piloten Interstellar gab bekannt, dass alle Teilnehmenden ihre Honorare ab sofort an Bord von Blenkinsop Hubim im System Andavandul abholen können. Dazu zählen auch Prämien für Kopfgeldbescheinigung für alle Piloten, die gegen Kriminelle vorgingen, die den Erfolg der Initiative gefährdeten.

Die Kingfisher wird schon morgen aus Andavandul in das vorübergehend gesperrte System Hyades Sector YO-Q b5-1 aufbrechen. Die erste der abtrünnigen Signalquellen, die man Taranis genannt hat, wird das System innerhalb der nächsten 48 Stunden durchqueren. Über die genauen Eigenschaften der Anomalien ist nichts bekannt, es gilt jedoch als gesichert, dass die Thargoiden dafür verantwortlich sind.

Der Kongressabgeordnete Dalton Chase wird die diplomatische Mission nicht begleiten, da er terminlich verhindert ist. Bei der Organisation des Baus der Kingfisher hatte er eine wichtige Rolle gespielt. Der stellvertretende Chefredakteur des Sovereign, Heimar Borichev, hatte sich ebenfalls für die Xeno-Friedensmission stark gemacht und angekündigt, live von Bord des Megaschiffs aus berichten zu wollen.

Die Ankunft von Taranis

21 NOV 3308

Während sich die abtrünnigen Signalquellen dem vom Menschen besiedelten Raum nähern, laufen die Vorbereitungen für die geplante friedliche Kontaktaufnahme mit den Thargoiden auf Hochtouren.

Dr. Elias Pope ist Absolvent der Orion University, er studierte Interstellare Beziehungen, Politikwissenschaften und Xenologie. Er stieß vor Kurzem zum Team an Bord der Kingfisher, und koordiniert die diplomatische Mission des Thargoid Advocacy Project. In einem Interview mit der Vox Galactica erläuterte Pope seine Rolle:

„Wie die meisten an Bord der Kingfisher habe auch ich mich freiwillig gemeldet. Es fühlt sich an, als wäre dies zugleich Ziel- und Höhepunkt meiner gesamten Karriere. Viele der guten Menschen hier an Bord empfinden ähnlich. Wenn es uns tatsächlich gelingt, ein Gespräch mit den Thargoiden in Gang zu bringen ... das wäre ein historisches Ereignis.

Luria, meine Assistentin, erzählte mir, dass es mittlerweile schon einige medienwirksame Namen für diese Anomalien gibt. Als wissenschaftliche Puristin ist sie darüber wenig glücklich! Die erste erhielt den Namen Taranis. Sie wird das System Hyades Sector YO-Q b5-1 mit enormer Geschwindigkeit durchqueren, und uns bleibt nicht viel Zeit, um uns bemerkbar zu machen. Aber genau das muss uns gelingen.

Das Megaschiff verfügt über eine beeindruckende Bandbreite an audiovisuellen, elektromagnetischen und Hyperraum-Transmittern, die alle synchron zu senden beginnen, wenn Taranis sich nähert. Wir werden alle Register ziehen, von blitzenden Lichtmustern bis hin zu multifrequenten Datensalven. Eine gemeinsame Basis zu finden ist die wichtigste Voraussetzung für jede Verhandlung, also enthalten unsere Botschaften universelle Konzepte wie mathematische Formeln oder Sternenkarten. Diese sollen als Beweis für den hohen Entwicklungsgrad unserer Spezies dienen.

Im günstigsten Fall wird Taranis, oder was immer dahintersteckt, auf uns reagieren und antworten. Wir müssen wenigstens versuchen, ihnen ein Friedensangebot zu machen. Selbst wenn wir versagen, würden wir ein wichtiges Zeichen setzen: Dass es viele Menschen gibt, die bereit sind, für den Frieden ein hohes Risiko einzugehen. Wünschen Sie uns Glück.“

Die Kingfisher-Xeno-Friedensmission

17 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Das Megaschiff Kingfisher bittet um Anlieferung von Vorräten für die geplante Reise zur ersten der abtrünnigen Signalquellen.

Für die Versorgung der Mannschaft und der etwa 3.000 Unterstützer des Thargoid Advocacy Project an Bord werden Allgemeine Medikamente, Obst und Gemüse benötigt. Für die Einrichtung der Kommunikationsanlage, mit deren Hilfe man Kontakt zu den Thargoiden aufnehmen will, fehlen außerdem noch Halbleiter und Myon-Bildgeber.

Der Kongressabgeordnete Dalton Chase bewarb die Initiative in einer Pressemitteilung:

„Seit wir wissen, dass die Thargoiden der Ursprung der Anomalien sind, fürchten viele, dass der Konflikt zwischen unseren Spezies weiter eskalieren wird. Eine kleine Gruppe mutiger Freiwilliger glaubt jedoch, dass dies die Stunde der Diplomatie sein könnte. Eine fremde Rasse hat Botschafter in den vom Menschen besiedelten Raum entsandt, und es ist unsere Pflicht, sie mit Worten zu begrüßen und nicht mit Waffen.

Die erste der Anomalien, die wir Taranis getauft haben, wird voraussichtlich das System Hyades Sector YO-Q b5-1 passieren. Ich habe meinen Einfluss als Kongressabgeordneter geltend gemacht und konnte ein vorübergehendes Transitverbot für alle Schiffe außer der Kingfisher erwirken. Wir werden eine große Bandbreite von Signalen nutzen, um die Aufmerksamkeit der Thargoiden zu wecken. Wir hoffen, dass die Wesenheit lange genug das Tempo drosseln wird, um unsere Bemühungen wahrzunehmen.“

Die Beschaffungsinitiative im System Andavandul wird von der Fraktion Deutsche Elite Piloten Interstellar koordiniert. Um alle Lieferungen an die Station Blenkinsop Hub zu schützen, hat die Fraktion zusätzlich Kopfgeldbescheinigungen mit erhöhten Prämien ausgegeben.

Coalsack-Nebel verzeichnet Thargoiden-Aktivität

15 NOV 3308

Die Kolonisten im Coalsack-Nebel haben Alarm geschlagen, nachdem in mehreren örtlichen Systemen Thargoiden aufgetaucht sind.

Nach den jüngsten Angriffen auf Systeme im California-Nebel sieht es so aus, als würden die Thargoiden erneut versuchen, Systeme mit Raumpocken-Vorkommen auf Planetenoberflächen unter ihre Kontrolle zu bringen.

Ratsmitglied Lewis Laychurch, der den Alliance Expeditionary Pact im System HIP 62154 vertritt, sagte der Alliance Tribune:

„Unsere Sicherheitskräfte patrouillieren regelmäßig zwischen den bewohnten Systemen in dieser Region. Heute Morgen erhielten wir die ersten Berichte über Signale nicht-menschlichen Ursprungs. Natürlich gab es hier auch schon zuvor Thargoiden-Aktivitäten, aber diesmal war etwas anders. Es handelte sich weniger um eine Attacke, als vielmehr um eine Präsenz.“

„Wir konnten in mehreren Systemen einen sprunghaften Anstieg dieser Signale beobachten. Ein paar Stunden lang fühlte es sich an, als wären die Thargoiden-Aktivitäten auf allen Scannern zu sehen, egal wohin wir uns auch wandten. Das Phänomen beschränkt sich ebenfalls auf Gebiete mit Raumpocken-Vorkommen.“

„Es ist kein Geheimnis, dass die Thargoiden nicht glücklich über unser Interesse an den Meta-Legierungen sind, die die Raumpocken produzieren. Aber diesmal greifen sie keine Häfen an, oder Megaschiffe, wie die Spirit of Nysa oder die Song of Mecchi. Es ist, als würden sie auf etwas warten.“

Auch in anderen bewohnten Systemen kam es in den vergangenen Wochen zu ähnlichen Vorfällen. Etliche Forscher haben sich aufgrund von Sicherheitsbedenken mittlerweile von den Raumpocken-Vorkommen zurückgezogen.

Azimuth Biotech kündigte derweil an, dass die Glorious Prospect die Mbooni-Autorisierung vom System LHS 1163 aus vergeben wird, statt von T-Tauri aus. Die föderalen Behörden boten dem Megaschiff Begleitschutz an, um die Reisezeit zwischen den beiden Orten zu verkürzen und den Kampfpiloten möglichst schnell Zugriff auf die Anti-Xeno-Waffen an Bord von Prospect’s Deep zu verschaffen.

Öffentlichkeit nach Ankündigung von Palin verunsichert

15 NOV 3308

Die Nachricht, dass die sogenannten abtrünnigen Signalquellen ihren Ursprung tatsächlich bei den Thargoiden haben, hat in der breiten Öffentlichkeit für viel Unruhe gesorgt.

In den Randbereichen des vom Menschen bewohnten Raums kam es zu Protesten, die lokalen Regierungen wurden aufgefordert, sich klar zur Sicherheitslage zu äußern. Nachdem es nicht gelungen war, eine vereinigte Flotte zusammenzustellen, die sich den Thargoiden entgegenstellt, fragt man sich nun bang, was die Zukunft bringen mag.

Casey Kilpatrick sandte uns vom Außenposten Castellan Station in Lave folgenden Bericht:

„Kollegen aus diversen Systemen bestätigen, dass die sich nähernden abtrünnigen Signalquellen – in den sozialen Medien werden sie ‚Stargoiden‘ genannt – bei vielen Menschen große Ängste auslösen. Die ICE-Netzwerke berichten von gestiegenem Interesse an allen Themen, die mit den Thargoiden zusammenhängen und von der wachsenden Wut der Bevölkerung auf Politik und Militär, die man für den Proteus-Welle-Zwischenfall verantwortlich macht, der wiederum die Anomalien angezogen haben könnte. Zeugen berichten, wie ganze Familien ihr Hab und Gut auf Schiffe verladen, um auf die andere Seite der Blase zu flüchten.“

„Palins Aussage, die Menschheit sei möglicherweise nicht bereit für das, was als Nächstes passiert, wurde als unnötige Panikmache verurteilt. Palin mag ein brillanter Wissenschaftler sein, seine Kommunikation der letzten Tage kann man dennoch nur als suboptimal bezeichnen. Seine Unterstützer, vor allem jene aus der Wissenschafts-Community, sind allerdings der Meinung, dass es feige gewesen wäre, die Wahrheit zu verschweigen. Sollte die Menschheit tatsächlich in Gefahr sein, hätte man so nun wenigstens Zeit gewonnen, um das Militär aufzustocken und unabhängigen Akteuren entsprechende Vorbereitung zu ermöglichen.“

„Vista Genomics hat zudem Kontakt zu Professor Palins Team aufgenommen und vorgeschlagen, die firmeneigene genetische Datenbank für aktuelle Forschungsprojekte zur Verfügung zu stellen. Die potenzielle Bedeutung dieser Daten könnte zu einer Erhöhung der Prämien für jene führen, die genetische Proben sammeln und katalogisieren.“

„Palins Nachricht hat auch an den Finanzmärkten für Aufruhr gesorgt. Niemand weiß, welche Folgen den Primärindustrien drohen und wie dies wiederum die traditionellen Märkte mit Angebot und Nachfrage beeinträchtigen kann. Die Kosten für Waren und Dienstleistungen könnten in vielen Systemen stark ansteigen. Die Bank von Zaonce kündigte an, man werde die Situation beobachten und arbeite derzeit an diversen Strategien für den Fall einer interstellaren Rezession.“

„Zusammengefasst kann wohl man sagen, dass die meisten von uns schlicht zum Abwarten verdammt sind. Keine Supermacht scheint jedenfalls bislang eine Idee zu haben, wie man die Thargoiden-Anomalien von uns fernhalten könnte. Palin hat zwar eine Hypothese zu den Eigenschaften der Anomalien entwickelt, aber nicht zu ihren möglichen Auswirkungen. Das werden wir wohl bald alle gemeinsam erfahren, und zwar auf Gedeih und Verderb.“

Xeno-Friedensaktivisten glauben nicht an bevorstehenden Krieg

14 NOV 3308

Die Behauptung, die abtrünnigen Signalquellen seien Teil einer bevorstehenden Thargoiden-Offensive wird innerhalb der Xeno-Friedensbewegung kontrovers diskutiert.

In einer gemeinsamen Stellungnahme hatten die renommierten Xenologen Professor Alba Tesreau, Professor Ishmael Palin und Ram Tah gewarnt, die herannahenden Anomalien seien eine direkte Reaktion auf die Ereignisse in HIP 22460 und könnten schlimme Folgen für die Menschheit haben. Die acht Signalquellen werden die Kernwelten innerhalb der nächsten Wochen erreichen.

Unterstützer des Thargoid Advocacy Project und anderer Xeno-Friedensgruppen widersprechen der These, dass ein weiterer Schlagabtausch mit den Thargoiden unvermeidlich ist. Die Sprecherin der Community, Bernadette Wells, sagte in einem Interview mit ICE-Moderatorin Joy Senne:

„Die drei Wissenschaftler haben Düsteres prophezeit, sind uns aber jeden Beweis dafür schuldig geblieben, dass es sich bei den Anomalien tatsächlich um einen Angriff handelt. Es tut mir leid, ich weiß, wie sehr Seo Jin-ae unter Salvations Besessenheit von den Thargoiden zu leiden hatte. Aber ich glaube, wir sollten ihre vagen Vermutungen nicht zur Grundlage für wichtige politische Entscheidungen machen.“

Heimar Borichev, stellvertretender Redakteur des Newsfeeds The Sovereign, sagte:

„Die Supermächte hielten es offenbar für denkbar, eine gemeinsame Flotte aufzustellen. Warum stattdessen nicht eine gemeinsame diplomatische Kampagne starten? Viele in Abgeordnetenversammlung, Kongress und Senat stimmen dem zu, haben aber Angst, damit ihre Karriere aus Spiel zu setzen. Wir brauchen eine gemeinsame Friedensoffensive, wir müssen unsere Machthaber dazu zwingen, sich von den gierigen Profiteuren dieses Konflikts mit den Thargoiden abzuwenden.“

Kongressabgeordneter Dalton Chase ist einer der wenigen Politiker, die diesen Ideen auch öffentlich zustimmen. In einem Interview mit der Federal Free Press sagte er:

„Das Megaschiff Kingfisher sollte das Flaggschiff unserer Friedensmission sein. Unsere Chancen stünden natürlich sehr viel besser, wenn wir auch offizielle Unterstützung bekommen würden. Ich appelliere daher an meine Kollegen in der Föderation und an alle anderen gleichgesinnten Anführer, die friedliche Koexistenz als mögliche Strategie in diesem Konflikt anzuerkennen.“

Weiteres VSS-Scanner-Upgrade veröffentlicht

11 NOV 3308

*WARNUNG der Pilotenvereinigung*

Allen Mitgliedern der Pilotenvereinigung steht ab sofort eine Version der VSS-Scanner-Software für die Nachverfolgung der Thargoiden-Anomalien zur Verfügung.

Piloten können sich dank dem Vollspektrum-System-Scanner (VSS) bald über deutlich geringere Interferenzen freuen, wenn sie die Anomalien beobachten. Das Entwicklerteam der Software warnte allerdings, dass die klareren Ergebnisse die Sorgen von Professor Palin, Ram Tah und anderen führenden Wissenschaftlern noch verstärkt hätten.

Lori Jameson, die an der Kalibrierung der VSS-Scanner-Software mitgearbeitet hat, sagte:

„Das Update ist eine gute Sache, und wir freuen uns, diese Fortschritte mit den Kommandanten teilen zu können, denn schließlich haben sie einen Großteil der Daten beschafft, auf deren Grundlage die abtrünnigen Signalquellen untersucht wurden. Vertreter der Canonn Interstellar Research Group, der Orion University und von Universal Cartographics waren uns außerdem eine große Hilfe. Ich wünschte nur, die Ergebnisse würden Anlass zu mehr Optimismus geben.“

„Ich verstehe die lauter werdenden Forderungen nach Friedensverhandlungen. Aber angesichts des Feedbacks der Signale ... Nun, ich will niemandem meine Meinung aufzwingen. Ich möchte nur alle Piloten bitten, sich mithilfe des VSS-Scanners selbst ein Bild zu machen.“

Das Update steht allen registrierten Mitgliedern der Pilotenvereinigung kostenlos zum Download zur Verfügung.